Mit Databricks zur KI-Plattform

Mit Databricks zur KI-Plattform

Das Fundament für produktive KI-Agenten

Mit Databricks zur KI-Plattform: Die Basis für produktive KI
30.07.2026
Datenmanagement
Künstliche Intelligenz

Viele Unternehmen haben KI und generative KI bereits erfolgreich erprobt. Chatbots, Assistenten und erste KI-Agenten zeigen, welches Potenzial in diesen Technologien steckt.

 

Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch erst, wenn aus erfolgreichen Pilotprojekten produktive Enterprise-AI-Lösungen hervorgehen sollen. Was in einer kontrollierten Demo funktioniert, muss im Unternehmensalltag sicher, wirtschaftlich und skalierbar betrieben werden. Dafür reichen weder ein leistungsfähiges Modell noch ein guter Prompt aus. Unternehmen benötigen eine KI-Plattform, die Daten, Governance und KI auf einem gemeinsamen Fundament vereint.

Was ist eine KI-Plattform?

Eine KI-Plattform stellt die technischen Grundlagen bereit, um KI-Anwendungen und -Agenten zu entwickeln, zu testen, bereitzustellen und dauerhaft zu betreiben. Sie verbindet Unternehmensdaten, KI-Modelle, Governance, Berechtigungen und Betriebsprozesse auf einer gemeinsamen Grundlage.

 

Im Unterschied zu einzelnen KI-Tools oder isolierten Pilotprojekten ist eine KI-Plattform auf die wiederholbare und unternehmensweite Nutzung ausgerichtet. Datenzugriffe, Sicherheitsvorgaben, Qualitätskontrollen oder Monitoring müssen dadurch nicht für jeden neuen Anwendungsfall vollständig neu aufgebaut werden.

 

Eine moderne KI-Plattform schafft damit auch die Grundlage für sicheren Self-Service. Fachbereiche können Analytics- und KI-Anwendungen eigenständig entwickeln und nutzen, während die IT zentrale Standards für Sicherheit, Datenzugriff, Governance und Compliance festlegt. Innovation und Kontrolle werden nicht als Gegensätze behandelt, sondern auf einer gemeinsamen Plattform miteinander verbunden.

Warum reicht ein gutes Sprachmodell allein nicht aus?

KI-Projekte scheitern selten am gewählten LLM (Large Language Model). Ob GPT, Claude, Gemini oder ein spezialisiertes Open-Source-Modell eingesetzt wird, ist zwar relevant, jedoch liegen die eigentlichen Herausforderungen im Fundament:

  • Datenzugriff: Unternehmensdaten sind über SAP, Data Lakes, Data Warehouses und Fachanwendungen verteilt.
  • Governance: Berechtigungen, Lineage und Qualitätsregeln sind häufig nicht durchgängig definiert.
  • Unternehmenskontext: KI-Agenten benötigen fachliche Definitionen, Rollen und Prozesse, um Entscheidungen korrekt einordnen zu können.
  • Betriebsmodell: Kostenkontrolle, Monitoring und Verantwortlichkeiten sind oft noch nicht ausreichend geregelt.
  • Skalierung: Jeder neue KI-Use-Case wird individuell aufgebaut, statt auf einer gemeinsamen Plattform zu entstehen.

Diese Grundlagen für jeden einzelnen KI-Use-Case neu aufzubauen, ist weder wirtschaftlich noch skalierbar. Wenn Teams eigene Datenkopien, Prompt-Logiken, Berechtigungsmodelle und Monitoring-Ansätze entwickeln, entstehen schnell isolierte Lösungen. Was anfangs flexibel wirkt, führt langfristig zu einer fragmentierten KI-Landschaft mit höherem Betriebsaufwand und höheren Risiken.

Wie unterstützt Databricks beim Aufbau einer KI-Plattform?

Databricks adressiert diese Plattformfrage mit einem Ansatz, der Daten- und KI-Plattformen zusammenführt. KI-Anwendungen entstehen damit nicht neben der Datenplattform, sondern bauen direkt auf ihr auf.

  • Das Fundament bildet die Lakehouse-Architektur. Sie vereint Data Engineering, Analytics, Data Science, Machine Learning und generative KI auf einer gemeinsamen Datenbasis. KI-Agenten greifen dadurch auf dieselben Daten, Definitionen und denselben Geschäftskontext zu wie Reporting-, Planungs- oder operative Anwendungen. Datenkopien und Inkonsistenzen werden reduziert und neue KI-Anwendungsfälle lassen sich deutlich schneller umsetzen.

  • Mit dem Unity Catalog bietet Databricks zudem eine zentrale Governance-Ebene für Daten und KI. Berechtigungen, Discovery, Lineage, Qualitätsregeln und KI-Governance sind integraler Bestandteil der Plattform und gelten für alle Workloads. Unternehmen behalten so jederzeit die Kontrolle darüber, welche 

  • Ergänzt wird die Plattform durch integrierte Funktionen zur Entwicklung, Evaluation, Bereitstellung und zum Betrieb von KI-Anwendungen und -Agenten. Gleichzeitig bleibt Databricks offen für bestehende Unternehmenslandschaften und integriert Daten aus SAP-, Cloud- und weiteren Quellsystemen, ohne neue Datensilos zu schaffen.

  • Ein aktuelles Beispiel für die Weiterentwicklung von Databricks im Kontext von Agentic AI ist Omnigent. Databricks beschreibt Omnigent als Meta-Harness für Agenten. Vereinfacht gesagt liegt Omnigent über bestehenden Agenten- und Agentenwerkzeugen wie Claude Code, Codex, Cursor, Pi oder eigenen Agenten. Es soll helfen, Agenten zu kombinieren, sie über Policies zu steuern und sie gemeinsam in Sessions zu nutzen.

     

    Wichtig ist die Einordnung: Omnigent on Databricks ist aktuell im Beta-Status. Man sollte es also nicht als fertige Antwort auf alle Enterprise-AI-Fragen darstellen. Spannend ist Omnigent vor allem als Signal. Die Zukunft liegt nicht in einzelnen Agenten, sondern in kontrollierten Agentenlandschaften, die zusammenspielen und in einen Governance-Rahmen eingebettet sind.

Praxisbeispiel: Von einzelnen KI-Lösungen zur zentralen KI-Plattform

Ausgangssituation

Ein Kunde hatte bereits mehrere KI-Piloten erfolgreich umgesetzt und wollte sie stärker in die Fachbereiche integrieren. Dafür sollte eine Plattform entstehen, die komplexe Data-Engineering-, ML- und AI-Workloads unterstützt und zugleich die hohen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen eines regulierten Umfelds erfüllt. Databricks wurde als zentrale KI-Plattform ausgewählt.

Herausforderung

Die Herausforderung bestand jedoch nicht im Aufbau der KI-Plattform selbst. Relevante Daten lagen bereits in unterschiedlichen Systemen, auf unterschiedlichen Plattformen und in unterschiedlichen Fachdomänen. Für neue KI-Anwendungen mussten Datenzugriffe, Berechtigungen, Netzwerkfreigaben und Governance-Fragen häufig einzeln geklärt werden. Gleichzeitig sollte Databricks die bestehende Datenlandschaft nicht ersetzen. Die Plattform musste vielmehr eine klare Rolle im Data Mesh übernehmen: vorhandene Data Products nutzen, sie für KI- und ML-Anwendungen weiterverarbeiten und die Ergebnisse wieder für andere Anwendungen und Fachbereiche bereitstellen.

Lösung

Wir haben Databricks als technischer KI- und Engineering-Knoten in die bestehende Architektur eingebettet. Kuratierte Data Products aus den Fachdomänen können auf der Plattform genutzt und für neue KI-Anwendungen weiterverarbeitet werden. Ergebnisse wie Prognosen, Klassifikationen, ML-Scores oder KI-gestützte Anwendungen lassen sich anschließend erneut als eigene Data Products bereitstellen. Ergänzend wurden gemeinsame Regeln für Berechtigungen, Governance, Monitoring und den Betrieb festgelegt. Die fachliche Verantwortung bleibt dabei in den Domänen, während Databricks die technische Grundlage für Data Engineering und KI bereitstellt.

Ergebnis

Das Unternehmen erhielt damit keinen weiteren isolierten KI-Baukasten, sondern einen wiederverwendbaren Weg vom Use Case bis in den produktiven Betrieb. Datenzugriffe, Governance-Regeln und technische Komponenten müssen nicht für jede Anwendung neu aufgebaut werden. So können weitere KI-Use-Cases schneller umgesetzt werden, ohne neue Datensilos oder parallele Governance-Strukturen zu schaffen. Gleichzeitig bleiben Datenprodukte, Verantwortlichkeiten und der Betrieb über die bestehende Data-Mesh-Struktur steuerbar.

KI Plattformen

Welche Vorteile bietet eine KI-Plattform mit Databricks?

  • Schnellere Umsetzung neuer KI-Anwendungsfälle, weil Daten, Governance und KI auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt werden.
  • Sicherer Self-Service für Fachbereiche, sodass Analytics- und KI-Anwendungen eigenständig entwickelt werden können, ohne die zentrale Governance zu verlieren.
  • Skalierbare KI-Agenten, die auf konsistente Unternehmensdaten zugreifen und dadurch verlässliche Ergebnisse für Fachbereiche und Geschäftsprozesse liefern.

 

Der wirtschaftliche Mehrwert entsteht nicht durch möglichst viele voneinander getrennte KI-Projekte. Entscheidend ist eine KI-Plattform, auf der neue Anwendungen effizient entwickelt, kontrolliert betrieben und kontinuierlich erweitert werden können.

Arvato Systems & databricks
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Verfasst von

Dominik Lech
Dominik Lech
Experte für Datenmanagement

Dominik Lech ist Senior Data Engineer bei Arvato Systems und gestaltet moderne Datenlandschaften von der Architektur bis zum Betrieb. Seine Schwerpunkte sind skalierbare Datenplattformen, Data Mesh, Databricks sowie AI im Data Engineering. Dabei verbindet er technische Tiefe mit strategischem Verständnis und einem klaren Blick für umsetzbare Lösungen.